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SPS IPC Drives 2017 – Messe Wrap-Up

 

Christopher Knöll war auf der SPS IPC Drives 2017 zu Gast und hat sich das Spektakel rund um die neuesten Trends zum Thema Industrie 4.0, smarte und digitale Automatisierungstechnik, IIoT (also das Industrial Internet-of-Things) in Nürnberg aus nächster Nähe angeschaut  – natürlich im Hinblick auf das Thema Security – und war einigermaßen überrascht.

Innovative Etiketten

Schöner, größer und besser sollte sie sein, die SPS IPC Drives 2017. Mit mehr Ausstellern und Besuchern als je zuvor schloß die Messe mit einem Rekordergebniss ihre Pforten. Doch was ist geblieben von den Hypethemen Industrie 4.0 und „digitale Transformation„, eines der neuen Buzz Words mit dem sich viele Aussteller versucht haben, sich einen neuen und innovativen Anstrich zu verleihen?

Das Thema Security war aus meiner Sicht eher wenig präsent. Meine Erwartungshaltung vor dem Besuch der Messe war, dass Themen wie bspw. die KRITIS VO der Bundesregierung und immer neue Angriffe auf Industrieanlagen auch die großen Automatisierungshersteller dazu bewegt hätten, sich intensiver sicherheitsrelevaten Themen zu widmen und mit diesen auch aktiv zu werben. Das Prinzip Secure by design beispielsweise – bei dem in der Planungs- und Entwicklungsphase bereits ein Hauptaugemerk auf sicheren Programmcode gelegt wird. Doch davon war wenig bis garnichts zu finden.

Gerade wo es bei der Industrie 4.0 auf die engmaschigere Vernetzung der unterschiedlichsten Player der Wertschöpfungskette ankommt (und das insbesondere herstellerübergreifend!), spielten Verschlüsselung, Secure by Design, sichere Identitäten oder auch sichere Schnittstellen für Fernwartung bei vielen Ausstellern eine scheinbar untergeordnete Rolle. Oder sie fristen ein Nischedasein für diejenigen, die besonderes Interesse daran haben.

Angebot und Nachfrage

Denn auf Nachfrage bekommt man durchaus Auskunft zu den angesprochene Themen. Die Frage bleibt, wieso nicht aktiver damit geworben wird? Vielleicht bin ich der falsche Messebesucher und die SPS IPC Drives adressiert doch sehr viel stärker den Automatisierungstechniker und Anlagenbauer. Bedenkt man allerdings die Schäden die bereits durch Angriffe auf Industrieanlagen entstanden sind erstaunt mich das allerdings schon. Denn für jeden Anlagenbauer, der Zeitung ließt, spielen Security Aspekte inzwischen eine signifikant stärkere Rolle in der Auswahl der Produkte für eigene Anlagen.

Security am Rande, aber immerhin.

Für die Interssierten gab es dann doch noch in Halle 6 Versöhnliches. Neben dem Fokusthema „digitale Transformation“ tumelten sich hier auch die Anbieter die sich das Thema Industrial Security auf die Fahne geschrieben haben. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Großen wie Siemens, Rockwell oder ABB sich noch intensiver dem Thema Security im Bereich der Automatisierung widmen. Schlagzeilen a la „Angriff auf Industrieanlage“ hat es schließlich schon mehr als genügend gegeben.

Es wird Zeit das Problem offensiv anzugehen!

 


Bild: ©iT-CUBE SYSTEMS AG 2017

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