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Risikobarometer 2016

Am 13.01.2016 veröffentlichte die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), die Allianz-Marke für Firmen- und Spezialrisiken, zum fünften Mal ihr jährliches Risk Barometer in dem die Ergebnisse aus Interviews mit über 800 Risikoexperten aus mehr als 40 Ländern zusammengestellt werden. Der Report gibt einen Ausblick auf die prognostizierte Entwicklung der Geschäftsrisiken im kommenden Jahr, wobei für das Jahr 2016 massive Veränderungen in der Bedrohungslandschaft erwartet werden. Die Unternehmen sehen sich mit großen Herausforderungen konfrontiert, die aus Globalisierung, Digitalisierung und technischer Weiterentwicklung resultieren.

Zum ersten Mal befinden sich Cyber Incidents, also Risiken bedingt durch Cyber-Kriminalität, Datenverlust und IT-Ausfälle unter den Top 3 der globalen Geschäftsrisiken. Vor 3 Jahren befanden sich diese noch auf Platz 15. Verlust von Reputation (69%), Unterbrechung des Geschäftsbetriebs (60%) und Haftungsansprüche (52%) werden als Hauptgründe für finanzielle Verluste nach einen Cyber Incident gesehen. Dies macht deutlich, dass es eine zunehmende Verknüpfung zwischen den einzelnen Risikotypen gibt, wodurch Unternehmen zusätzlich gefordert werden. Beispielsweise wird auch die unangefochtene Nummer 1 der globalen Geschäftsrisiken, die Unterbrechung des Geschäftsbetriebs, davon beeinflusst. Bisher wurde vor allem die Unterbrechung von Lieferketten als Bedrohung identifiziert. Doch weil in Unternehmen Kerngeschäftsprozesse digitalisiert sind und IT-gestützt ablaufen, sind Cyber Incidents sehr eng damit verknüpft.

Ein Mangel an Verständnis für die Komplexität der Risiken und Transparenz der durch sie verursachten Kosten, sowie unzureichende Budgets hindern Unternehmen daran, sich besser auf die Bekämpfung von Cyber-Bedrohungen vorzubereiten. Studien belegen, dass Unternehmen im Durchschnitt erst nach 90 Tagen Kenntnis von einem erfolgreichen Angriff erlangen. Oft geschieht dies nicht einmal durch die Unternehmen selbst, sondern durch ihre Kunden oder andere Beteiligte, was der Reputation der Unternehmen zusätzlich schadet.

Eine branchenspezifische Betrachtung macht deutlich das Cyber Incidents besonders im produzierenden Gewerbe, in der Energiewirtschaft, im Transportwesen, im Finanzwesen und in der IT- und Telekommunikationsbranche eines der Top 5-Geschäftsrisiken darstellen. Auch bei der Gliederung nach Ländern gleicht sich das Bild bei allen Teilnehmern der DACH-Region, überall sind Cyber Incidents in den Top 5 vertreten. In UK liegen diese sogar auf dem 1. Platz.

Dies macht deutlich, dass Unternehmen zukünftig verstärkt in Risikomanagement und die dafür notwendigen Strukturen investieren müssen, um ein ganzheitliches Bild ihrer Risikosituation zu erhalten und entsprechende Absicherungsmaßnahmen daraus abzuleiten zu können. iT-CUBE unterstützt Sie mit Expertise im Bereich Information Security und Cyber Defense gerne dabei.

Das vollständige Risk Barometer 2016 mit allen Kennzahlen finden Sie hier.

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Felix Möckel
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