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Global Rollout und was das 21. Jahrhundert damit zu tun hat

Raus aus dem Box-Denken, rein in die Cloud?Das Thema Global Rollout ist nach wie vor ein großes Themen für internationale Unternehmen und damit für Hersteller und Integrationspartner. Die Tücken und Fallstricke sind dabei vielfältig und häufig nur mit höchstem Aufwand zu umgehen. Nicht selten kommt es zu großen Verzögerungen, zusätzlichen Kosten oder gar Handlungen am Rande (oder darüber) des Gesetzes. Um an dieser Stelle Gerhard Polt zu zitieren: „Brauchts des?!“.

Zu den Hauptproblemen beim Global Rollout gehört das Bewegen und Installieren von Hardware. Nebenkriegsschauplätze sind dabei Bestellung, Zoll, nationales Recht, die Einigung bei Zuständigkeiten und zu guter Letzt die Rückführung bei Leasing oder ähnlichem. Das führt zu einer unendlichen Anzahl an beteiligten Parteien somit vielen kleinen und großen Patschehändchen. Diese fassen die Hardware an und hinterlassen so ihre Spuren sowohl an der Oberfläche als auch darunter. Mit jeder Partei und jedem Händchen wird die Wahrscheinlichkeit größer, dass etwas schief läuft.

Warum einfach, wenn es umständlich auch geht?

Warum also tun wir uns das heute noch an? Nun ja, unsere ach so agilen und modernen Organisationen, sowie Hersteller sind offensichtlich nicht in der Lage auf unendlichen Overhead zu verzichten. Warum muss jede Anwendung auf einer eigenen Box laufen? Hartgesottene Operation Manager führen hier das Argument der Verfügbarkeit und des Single Point of Failure ins Feld. Aber haben wir nicht ohnehin genügend Komponenten ohne die unsere Systeme nicht mehr funktionieren und ist es nicht deutlich einfacher, nur eine Komponente im HA Betrieb laufen zu lassen, als ständig abzuwägen was denn nun wichtiger ist? Letztlich bedarf dies mehr Aufmerksamkeit und damit mehr Zeit. Auf der anderen Seite finden wir natürlich die Hersteller, die natürlich am liebsten ihre kleinen Inseln, in Form einer eigenen Box verkaufen, um auch ja nicht mit einer alternativen Realität in Kontakt zu kommen. Geschweige denn, dass man sich an Programmiermodelle, Schnittstellen oder Kompatibilitätsvorgaben halten würde.

Raus aus der Box, rein in die Cloud?

Und was ist jetzt das Ende vom Lied? Wir kaufen weiter Boxen, lassen sie an eine zentrale Stelle senden, um sie zu betanken und dann weiter zu senden, wir überlegen uns idiotensichere Anleitungen um auch dem unqualifiziertesten Arbeiter das nötige Rüstzeug zu geben, die jeweilige Box zu installieren. Wir werden wie Waffenhändler behandelt, wenn wir Systeme mit Verschlüsselungstechnologie ausrollen und schmuggeln diese dann eventuell sogar noch über irgendwelche Grenzen. Und das alles im 21. Jahrhundert, wo das Thema Virtualisierung und Cloud Computing das normalste von der Welt sein sollte.

Welche Möglichkeiten haben wir? Nun ja, wir könnten einfach an zentraler Stelle eine, in Zahlen 1 Box, installieren, die eine entsprechende Leistungsfähigkeit besitzt. Damit könnten wir diverse Services liefern. Dazu kaufen wir nur noch Systeme, die sich als Modul ausrollen lassen. Damit ist ein Global Rollout nicht aufwändiger als übliche Patch-Dienste. Die dazu nötigen Produkte sind bereits am Markt verfügbar. Die Architekturen müssten geschaffen werden, aber lieber einmal vernünftig planen und umsetzen als jedes Jahr zwei bis dreimal zick Boxen durch die Gegend schieben.

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Felix Möckel
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